Vortrag: "Lernen − ein natürlicher Vorgang"
Schlechte Noten, Versetzung gefährdet!
Das ist nicht nur ein vernichtendes Urteil für das betroffene Schulkind, das sich durch das Schuljahr quält, sondern auch eine große Belastung für die Eltern.
Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten, mangelnde Motivation − ein Kreislauf beginnt, der nur noch schlecht unterbrochen werden kann und das Kind immer mehr ins Abseits stellt. Viele Eltern sind ratlos, wenn ihre Sprösslinge immer wieder mit schlechten Schulnoten nach Hause kommen.
Für die betroffenen Schüler ist eine vorübergehende bzw. andauernde Lernstörung eine sehr große Belastung − selbst dann, wenn sie es herunterspielen.
Viele leiden unter großem Leistungsdruck, weil sie mit dem Stoff in der Schule nicht mehr mitkommen. Sie resignieren, verlieren ihr Selbstwertgefühl und kommen aus diesem Teufelskreis schwer ohne fremde Hilfe heraus.
Eine Möglichkeit, Motivation und Gehirnleistung wieder zu steigern, bietet "Brain-Gym®".
"Brain-Gym" oder "Die drei Dimensionen des Lernens"
− Ein Erklärungsmodell und Hilfe bei Lernproblemen
Der Begründer der Pädagogischen Kinesiologie Dr. Paul Dennison unterscheidet in seinem Model zwischen der Rechts/Links-, der Oben/Unten- und der Vorne/Hinten-Dimension des Gehirns.
Genauso, wie wir uns von rechts nach links, von oben nach unten, von vorn nach hinten und umgekehrt bewegen können, laufen auch die Informationen durch das Gehirn und vom Gehirn zum Körper in diesen Dimensionen. Wenn die Kommunikation innerhalb diesen Dimensionen und von einer zur nächsten optimal funktioniert, wird Lernen zu einer Erfahrung, die Neugierde weckt und Spaß macht. Durch Stress wird diese Zusammenarbeit jedoch blockiert. Je nachdem, welche Problematik beim Lernen besteht wird die Kommunikation in einer Dimension gestört.
Rechts/Links-Blockade
Häufigste Ursache für Lernstörungen finden wir bei Störungen in der Zusammenarbeit zwischen linker und rechter Gehirnhälfte. Das zeigt sich vor allem in Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen.
Eine Lateralitätsstörung erkennt man:
am stockenden Lesen
wenn das Heft beim Schreiben nicht gerade vor dem Kind liegt
an den vielen Fehlern beim Abschreiben von der Tafel
bei häufig verdrehten Buchstaben wie „b“ und „d“
Kreise oder Schleifen nur in eine Richtung gezeichnet werden (vor allem von links nach rechts
z. B. beim Buchstaben „O“)
beim Rechnen, wenn das Lösen von Textaufgaben Probleme macht
am schlechten Schriftbild, das kaum leserlich ist oder, wenn die Buchstaben nicht auf den Zeilen bleiben
Dr. Paul Dennison hat hierfür passende übungen, die sogenannten Mittellinienbewegungen wie: liegende Acht, überkreuzbewegung, Beckenschaukel und Elefant als besonders gut zur besseren Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälften empfohlen.
Oben/Unten-Blockade
Hierbei geht es um das eingeschränkte Zusammenspiel von Verstand und Gefühl (Cortex und limbischem System)
Betroffene Kinder werden zu einseitig von ihrem Denken oder ihren Gefühlen beherrscht.
Kommunikationsprobleme erkennt man daran, dass
ein Aufmerksamkeitsdefizit vorliegt
Vorgänge zu langsam verstanden werden
das Kind schnell aus seinem inneren und äußeren Gleichgewicht zu bringen ist
es Aufgaben zu flüchtig erledigt und zu lange dafür braucht, immer bei den Letzten ist
eine große Unsicherheit vorliegt und sich das Kind wenig zutraut, bei Gleichaltrigen oft im Abseits steht
es seine täglichen Aufgaben schlecht in den Griff bekommt und über alles endlos diskutieren will
Übungen, die Dr. Dennison Energieübungen nennt und der Oben/Unten-Blockade entgegenarbeiten sind: Gehirnknöpfe, Raum-/Erdknöpfe, Balanceknöpfe, Denkmütze, Hook ups.
Vorne/Hinten-Blockade
Bei dieser Blockade ist das Verhältnis zwischen Anspannung also Konzentration und Entspannung nicht ausgeglichen. Die Kinder sind zu sehr auf eine Sache fixiert und verlieren
dabei den Überblick.
Übungen zur Vorne/Hinten-Dimension nennt Dr. Dennison Längungsbewegungen.
Darunter fallen: Erden, Fußpumpe, Wadenpumpe, Eule und Armaktivierer.
Leichter lernen mit den „Brain-Gym“-Übungen
Die kinesiologischen Übungen verbessern die Verbindung zwischen Gehirn und Körper indem sie den natürlichen Energie- und Bewegungsfluss im Körper anregen. Die Leichter-Lernen-Übungen sind einfach, schnell und überall durchzuführen. Bei Tests mit Kindern konnten nach solchen Übungen ernorme Verbesserungen der Leistungen festgestellt werden. Dadurch werden diese wirksamen übungen auch immer mehr an Schulen eingesetzt.
Wie im Sport tritt erst dann eine sichtbare Veränderung ein, wenn sie regelmäßig gemacht werden. Täglich drei bis vier Übungen reichen bereits aus um Lernerfolge zu erzielen.
Im Folgenden möchte ich nun ein paar der Leichter-Lernen-Übungen aus jeder der drei Dimension vorstellen.
Mittellinienbewegungen
1. Die Überkreuzbewegung
Diese Übung hilft Ihrem Kind:
richtig zuzuhören und zu verstehen
zu verstehen was es liest
besser zu sehen
ausdauernder zu sein
koordiniert zu sein
Überkreuzbewegungen aktivieren gleichzeitig rechte und linke Hirnhälfte. Dazu berühren sich linkes Bein und rechter Arm. Der Linke Arm bewegt sich nach hinten. Dann berühren sich rechtes Bein und linker Arm. Der rechte Arm geht so weit nach hinten wie möglich. Immer im Wechsel für ungefähr eine halbe Minute.
Wichtig: Die Bewegung sollte langsam und ruhig durchgeführt werden. Es ist darauf zu
achten, dass die Arme in der Bewegung nicht stehen bleiben und damit eigentlich
nur die Beine bewegt werden.
Wenn dem Kind die Bewegungen schwer fallen, ist das ein Zeichen dafür, dass große Schwierigkeiten mit der Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften bestehen. Hier ist es ratsam professionelle kinesiologische Hilfe aufzusuchen.
2. Die Liegende Acht
Diese Übung hilft Ihrem Kind:
Buchstaben nicht mehr zu verdrehen
leichter zu lesen
Gelesenes zu verstehen
entspannt zu sein beim Lesen
Bei dieser Übung stellt sich das Kind hin, streckt seinen linken Arm nach vorne aus, hält den Daumen nach oben und beginnt, eine Liegende Acht in die Luft zu malen: Es beginnt in der Mitte, malt die linke Schleife der Acht, kreuzt die Mitte und malt die rechte Schleife der Acht. Dabei verfolgt es den Daumen mit den Augen und hält den Kopf gerade. Nach ungefähr fünf Achten wechselt es den Arm und malt die Achten mit dem rechten Arm. Zum Schluss faltet es seine Hände und malt die Liegende Acht mit beiden Armen.
Tipp: Zum Einsteigen in diese Übung hat es sich bewährt, die Liegende Acht auf ein Stück
Papier zu zeichnen und mehrmals nachzufahren.
Wichtig: Das Papier sollte gerade vor sich gelegt werden, der Kopf ebenfalls gerade gehalten
werden und die Augen die Liegende Acht beim Malen verfolgen.
Längungsbewegungen
3. Das Erden
Diese Übung hilft Ihrem Kind:
leichter zu verstehen
sich Dinge besser merken und abrufen zu können
konzentriert und aufmerksam zu sein
sein Raumbewusstsein zu verbessern
sich besser zu organisieren
sich besser ausdrücken zu können
Das Kind stellt sein Füße etwas mehr als schulterbreit auseinander und achtet darauf, das es einen guten Stand hat. Der Körper bleibt gerade nach vorne gedreht, die Hände in die Hüften gestemmt, während Kopf und rechter Fuß nach rechts zeigen. In dieser Haltung verlagert dass Kind das Körpergewicht auf das rechte Bein, indem es in die Knie geht. Das linke Bein bleibt locker. Jetzt geht es wieder hoch und dann zurück in die Kniebeugung, ca. 10 mal zur einen und später zur anderen Seite.
4. Die Eule
Diese Übung hilft Ihrem Kind
das Blickfeld zu erweitern
das Kurz- und Langzeitgedächtnis zu aktivieren
die Denkfähigkeit anzuregen
sich Gelerntes besser einzuprägen
leichter zu lesen
freier zu sprechen
Das Kind fasst mit der linken Hand den rechten Schultermuskel und drückt ihn fest zusammen. Es atmet tief ein während es den Kopf so weit wie möglich nach links dreht. Dort atmet es laut aus. Während der Kopf langsam nach rechts gedreht wird atmet es erneut ein und an der Seite aus. Die Übung wird drei bis viermal wiederholt. Langsam den Kopf dann nach vorne absinken lassen, bis das Kinn das Brustbein berührt, während es wieder ausatmet. Nun die Seite wechseln.
Wichtig: diese Lockerungsübung der nacken- und Schultermuskulatur fördert sie Blutversorgung zum Gehirn und sorgt für mehr Aufmerksamkeit.
Energieübungen
5. Die Gehirnknöpfe
Diese übung hilft Ihrem Kind:
klar zu denken
mehr Energie zu haben
beim Lesen in der Zeile zu bleiben und leichter zu verstehen
Unterhalb des Schlüsselbeins, links und rechts vom Brustbein, befinden sich zwei kleine Vertiefungen. Ihr Kind legt in die eine Vertiefung den Daumen, in die andere Zeige- und Mittelfinger der linken Hand und massiert diese beiden Stellen während die rechte Hand dabei ruhig auf dem Bauchnabel liegt. Diese übung beugt Ermüdungserscheinungen im Gehirn entgegen und macht das Gehirn schnell wieder fit.
6. Die Denkmütze
Diese Übung hilft Ihrem Kind:
besser zu hören und zu verstehen, was gesagt wird
auf die innere Stimme zu hören
sich nicht so schnell von umgebenden Geräuschen ablenken zu lassen
sich leichter an Gehörtes zu erinnern
Dazu nimmt das Kind seine Ohren zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger und massiert sie fünfmal sanft von oben nach unten durch. Dabei den Kopf ganz locker halten. Dann die übung wiederholen und dabei den Kopf nach rechts und später nach links drehen während die Ohren massiert werden.
Tipp: Die Ohren sollten immer dann massiert werden, wenn es darum geht genau
hinzuhören, z. B. beim Diktat und zu verstehen, sowie dem Erläutern einer Aufgabe
oder auch sie nach einer Lärmbelästigung wieder einzuschalten.
Mit freundlicher Unterstützung von
Ute Bodensohn
Heilpraktikerin
Brain-Gym-Instructorin
Lerncoach
Vortrag: "Chaos im Kopf" − Einfache Hilfe bei Lernstörungen
Kinder stehen unter Druck, Lehrer müssen, Eltern wollen Leistungen sehen.
Sie erfahren wie einfach körperliche Übungen und weitere naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten das Lernen erleichtern können.
Di, 23.02.2010, 19.30 Uhr in der Praxis
Fit für die Schule - fit fürs Leben
Leichteres Lernen und mehr Lebensfreude
Konzentrationsmangel - kein Spaß am Lernen - "Null Bock-Einstellung" - Rechenschwäche - Lese/Rechtschreibschwäche - Zappelphilipp - unangemessenes Verhalten - mangelndes Selbstvertrauen - Wahrnehmungsstörungen - schlechte Handschrift - Prüfungsangst - Lernstörungen haben Namen bekommen: Man spricht heute von ADS, ADHS, Dyslexie, Legasthenie, LRS, Dyskalkulie, Traumatisierung.
Kinder mit Lernschwierigkeiten sind nicht dumm oder gar faul. Keinem Kind sind seine schulischen Leistungen egal, selbst wenn es sich nach außen gleichgültig gibt. Kinder wollen ja lernen, doch aus irgendeinem Grund sind sie einfach nicht im Stande, gewissen Anforderungen gerecht zu werden.
In meiner Praxis helfe ich dem Kind erst einmal die Basis für das Lernen zu schaffen. Ich stärke es, in dem wir uns zunächst anschauen, welche Fähigkeiten das Kind besitzt.
Durch die Ermittlung des Lerntyps werden dem Kind die Gründe für sein Lernverhalten klar und es versteht warum es Lernstörungen hat. Das Kind erkennt, dass es nicht unfähig ist, sondern nur einige Änderungen erforderlich sind.
Zusätzlich geht es darum, dem Kind wieder Spaß am Lernen zu vermitteln und sein Vertrauen herzustellen, an der momentanen Situation etwas ändern zu können.
Mit dem kinesiologischen Muskeltest wird das Problem des Kindes ermittelt und geklärt. Schulunlust, Stress mit einzelnen Schulfächern, Ärger mit den Mitschülern, negative Erfahrungen mit den Lehrern, Prüfungsängste, vorhandene Negativprogramme werden mit Psychokinesiologie und systemischer Arbeit aufgelöst.
Dann, findet der Schüler mit mir ein neues, attraktives Ziel auf das lösungsorientiert hingearbeitet wird. Wir entwickeln ein individuelles Konzept, eine persönliche Lernstrategie, entsprechend den Fähigkeiten des Kindes.
Selbstverständlich berücksichtige ich auch andere mögliche Ursachen für die Lernstörung. Die Integration der Wahrnehmungskanäle Sehen, Hören und Bewegen, evtl. vorhandene Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Vitalstoffmangel (Mineralien, Vitamine, Enzyme etc.) sind ein wichtiger Aspekt in der Behandlung. Unterstützend gebe ich gegebenenfalls homöopathischen Arzneimittel oder Bachblüten.
Während meiner jahrlangen Arbeit mit Kindern, habe ich festgestellt, wie erstaunlich schnell Kinder ihr Selbstwertgefühl und auch ihr Selbstvertrauen wieder gewinnen. Gute schulische Leistungen und ein ausgeglichenes Sozialverhalten sind das Ergebnis.
Ute Bodensohn, Heilpraktikerin
Unser Darm - Das Zentrum des Immunsystems
InfoVortrag am Dienstag, den 20. Januar 2010 um 19.00 Uhr
Übergewicht, Migräne, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Depressionen sind nur einige der Leiden, die ihre Ursache in einem gestöürten Darm haben können. Fast jeder Mensch leidet heutzutage unter einer Störung im Darm, nur die meisten merken es nicht. In einem Infovortrag erläutert die Heilpraktikerin Angelika Schuster die Zusammenhänge zwischen Immunsystem und Darm.
Sie spricht über Schädigungen im Darm durch äußere Einflüsse, wie beispielsweise Antibiotika oder Schwermetallbelastung und zeigt Wege auf, wie der Darm wieder geheilt werden kann. Ist der Darm gesund, so ist auch unser Immunsystem stark genug, um viele Krankheiten bereits im Vorfeld abwehren zu können. Ebenso wird der Körper wieder aufnahmefähiger für notwendige Nährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente aus der täglichen Nahrung.
Ort: Naturheilpraxis Am Kamillenhof 7 in Bernhardswald. Unkostenbeitrag fünf Euro. Anmeldung bitte unter der Telefonnummer: 09407/810089 oder 09407/810083.
Dieser InfoVortrag ist Teil einer Vortragsreihe der Naturheilpraxis am Kamillenhof in Bernhardswald. Die Vorträge finden monatlich in der Praxis statt. Die Vortragsthemen und Termine werden jeweils vorher im Regentalanzeiger aktuell angekündigt. Weitere Informationen erhalten Sie gern auch telefonisch.
Angelika Schuster, Heilpraktikerin